Als das Eis gebrochen war, entdeckte meine Amazone , dass sie mich vorzüglich als sein Fortbewegungsmittel missbrauchen kann. Kaum zu Hause flog sie mir entgegen und platzierte iher 200 Garmm Amazone auf meiner Schulter. Von hier aus konnte meine schlaue Amazone zu jeder Zeit alles in ihr Amazonen-Schnabel ergattern, womit ich selbst gerade beschäftigt war. Bald konnte ich nur noch essen, wenn auch meine Amazone Bonso ihren Löffelchen bekommen hat; ich könnte nur dann Zähne putzen wenn auch gleichzeitig meine Amazone Bonso iher Zahnbürste zerlegen konnte. Auch das Maniküren hat meine Amazone für sich entdeckt, sie hat es geliebt auf meinem Schoß auf den Rücken zu liegen und sich ihre Krälchen feilen zu lassen.
Mein Leben hat sich also mit meiner Amazone total verändert. Ich konnte mich Zuhause nur noch in einen dicken Froteebademantel gehüllt frei bewegen, ansonsten hätten bald alle meine Kleider keine Knöpfe mehr und auch der Bademantel beckamm nach und nach immer seltsameres Aussehen...
Ich gewöhnte mich aber nur langsam mit der Sonne aufzustehen, denn sobald es hell wurde landete ein 200 Gramm schwerer Amazonen-Vogel auf meinem Kopfpolster und steckte sein Köpfchen unter mein Kinn um sofort gestreichelt zu werden.
Mit der Zeit genoß auch ich die Schmusestunde
immer mehr..
Es gibt nichts Neugierigeres als eine junge Amazone Sie ist buchstäblich überall!
was auch gewisse Gefahren mit sich bringt und zwar solche, über die man sich niemals Gedanken gemacht hatte.
Zum Beispiel eine volle Papiereinkaufstüte!
Daraus musste ich meinen Vogel mal schnellstens retten weil ihm ein Milchpackerl zu erdrücken drohte als er dort nach Leckereien suchte. Ja, sogar die Feuerwehr war schon bei mir im Einsatz, als Bonso eines Tages hinter den Einbauschrank fiel und dort stecken blieb. Einmal wollte er sich auch auf dem Badeschaum niederlassen und wäre fast ertrunken!
Überhaupt das Badezimmer, obwohl nicht ganz sicher, wurde zu seinem Lieblingsort. Badeschwämme zerlegte er mit Vorliebe und auch der Bimsstein hatte es ihm angetan. Das Waschbecken eignete sich wunderbar zum baden und als Rutsche war es doch auch nicht zu verachten.
Bald zeigte Bonso selbst was er wollte vor allem als er Lust zum Duschen verspürte. Da marschierte er auf dem Badewannenrand hin und her mit ausgebreiteten Flügeln und krächzte ungeduldig. Ich duschte ihm mit einer Blumenspritze die das Wasser fein zerstäubte und er drehte sich um seine eigene Achse und krächzte vor Vergnügen (kua… kua). Danach stand er da und zitterte vor Kälte also das Föhnen war danach mehr als angesagt. Dies mochte er, glaube ich noch lieber. Manchmal kam es mir schon so vor als wenn er sich absichtlich nass machen würde nur um geföhnt zu werden.






